Nach einer Yogastunde fühle ich mich entspannt und ausgeglichen. Meist bin ich ganz fokussiert und selbst wenn ich davor müde war, bin ich danach voller Energie. Ja, manchmal kommt es mir so vor, als würde ich schweben.

Allerdings hauptsächlich dann, wenn ich selbst Teilnehmerin bin. Als Yogalehrerin ist eine Yogastunde zwar wunderschön, allerdings nicht ganz so ausgleichend und entspannend.

 

So wichtig ist die eigene Praxis
Deswegen ist es gerade als Yogalehrerin (und besonders, wenn man auch KinderyogaFamilienyoga und Teenageryoga unterrichtet) besonders wichtig, auf die eigene Praxis zu achten. Sie hilft, bei sich selbst zu bleiben und Kraft und Energie für die Yogastunden zu haben. Manchmal ist sie auch inspirierend, man greift Elemente daraus auf und verwendet sie für seinen eigenen Stil passend.
Du siehst, die eigene Praxis ist sehr wichtig. Besonders mit einem guten Lehrer, bei dem man sich wohl fühlt (und nicht alle 5 Minuten auf die Uhr schaut und sich fragt, wie lange die Stunde wohl noch dauern wird).

 

Meine eigene Praxis
Darf ich ehrlich sein? Meine eigene Praxis ist in letzter Zeit wieder zu kurz gekommen. Erst seit dem Jahresanfang habe ich es wieder geschafft, mir ein tägliches Ritual aufzubauen und mich meiner eigenen Praxis zu widmen.
Meine Praxis findet – aus Zeitgründen – meistens zu Hause statt. Dann nehme ich mir eine fertige Praxis aus einem Buch oder, ganz simpel, ein Youtube Video. Manche sind recht brauchbar, andere eher weniger.
Eine Stunde bei einem richtigen Lehrer… das kann ich bei selten stattfindenden Workshops genießen. Für einen wöchentlichen Kurs fehlt mir die Zeit, da ich eben Mama bin, Teilzeit im Büro arbeite, daneben selbst unterrichte und auch Haushalt, Blog usw. noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Kurse, die mich ansprechen, finden zu Uhrzeiten oder an Tagen statt, wo ich selbst unterrichte oder arbeite. Außerdem habe ich schon länger keinen Lehrer gefunden, der mich im richtigen Maß fordert, aber nicht überfordert.
Es ist wirklich extrem schade, denn gerade hier spüre ich die Möglichkeit, wirklich wachsen zu können, mich weiterzuentwickeln, etwas für mich zu tun. Irgendwie fehlt mir das…

Taube

Vom Yoga daheim und warum manche Blogs einfach nicht brauchbar sind
Das heißt aber wie gesagt nicht, dass ich nicht praktiziere!!! Nur nicht in dem Ausmaß bzw. dem Stil, den ich mir wünsche.
Es fällt mir oft schwer, daheim in die richtige Stimmung hineinzukippen. Vor allem, da mir daheim oft einfällt, was ich noch alles erledigen sollte/möchte oder mir die Staubdinger unter der Couch auffallen, wenn ich in die Vorwärtsbeuge gehe, und ich mich frage, wann ich zuletzt unter der Couch gesaugt habe?!
Ich muss auch sagen, mich sprechen viele Yogalehrerinnen, die online unterrichten, einfach nicht an. Anfangs war ich recht angetan von einer Bloggerin, die wirklich gute Monatsthemen hatte und das ganze Monat wirklich konsequent recht harmonische Stunden gemacht hat. Aber spätestens, wenn mir eine Yogalehrerin auf ihrem Blog zeigt, wie man Smokey Eyes schminkt, ist die Luft raus. Nicht authentisch. Ich weiß schon, irgendwie müssen sich Blogs, die hauptberuflich betrieben werden, finanzieren, aber muss man als Yoga Lehrerin einen bezahlten Post annehmen, der sich um Make-up dreht und zeigen, wie man sich schminkt????
Mal abgesehen davon, dass mir auch hier jemand fehlt, der meine Ausrichtung korrigiert bzw. mir Tricks zeigt, wie man tiefer in eine Asana hineinkommt oder wie man sie variieren kann.
Anfängern rate ich sowieso zur Vorsicht. Manche als „für Anfänger geeignete“ „Workouts“ (wie sie dort bezeichnet werden) sind meiner Meinung nach für Anfänger überhaupt nicht geeignet.

Runners stretch

 

Wieder anfangen
Aber zurück zu meiner Praxis. Ich habe gerade vor Weihnachten einfach die Muse gefunden, um halb 5 aufzustehen. Ich war müde, mein Körper wollte nicht aus dem warmen, weichen Bett. Da es vor Weihnachten grundsätzlich viel zu tun gibt, war dann auch Abends oder am Nachmittag keine Zeit, denn es waren Erledigungen zu machen, man wollte Freunde treffen usw.
Mit 1.1. habe ich mich wieder aufgerafft und mir eine eigene „Challenge“ gestellt: 31 Tage täglich Yoga machen. Bisher funktioniert es recht gut. Aber bis 9.1. war ich auch mit den Kindern daheim. Die Herausforderung beginnt, wenn ich wieder ins Büro gehe. Denn dann sollte ich wieder um 5 Uhr morgens Yoga praktizieren. Noch klappt es aber sehr gut und ich bin wieder in meiner Kraft angekommen 🙂

Wie gehst du deiner Praxis nach?

Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche.

Saprema,
Bettina