Happy New Year!
Ich hoffe, dein Silvester war schön und du konntest das neue Jahr freudig willkommen heißen. Letzte Woche habe ich ja einen Rückblick gemacht.
Nun wird es Zeit, etwas Neues zuzulassen.

Von Rauhnächte
Vielleicht kennst du sie ja, die Rauhnächte. Es ist eine Zeit zwischen den Zeiten. Warum? Weil das Mondjahr 354 Tage hat. Also 12*29,6 Tage – um den Dreh 🙂 Wie du weißt, hat das Sonnenjahr, also so lange, wie es dauert, bis die Erde eine Runde um die Sonne gemacht hat, 365,25 Tage (deswegen ist jedes 4. Jahr ein Schaltjahr). Bleiben also 11 Tage über. Das sind die 12 Raushängte, die Zeit zwischen den Zeiten.
So weit zu den mathematischen Themen 🙂

Der Mondkalender ist älter als der Sonnenkalender. Viele alten Kulturen haben ihre Zeitrechnung den Phasen des Mondes angepasst und seine Kräfte genutzt. Ist dir schon mal aufgefallen, dass du an Neumond oft wenig Energie hast und bei Vollmond vor lauter Energie nicht mal in den Schlaf findest? Zufall? 😉 Aber das kann dir jemand mit mehr Erfahrung sicher besser erklären. 😉 Im Februar darfst du dich auf einen Gastbeitrag zum Thema Mond freuen! Ich freue mich auch schon, denn ich möchte mich dieses Jahr ein wenig mehr mit dem Mond beschäftigen!

Aber zurück zu den Rauhnächten. Die Rauhnächte sind seit langem bekannt. Eine mystische Zeit. In meiner Kindheit habe ich davon kaum etwas wahrgenommen, es wurde bei uns nicht groß darüber gesprochen. Nur an eine Sache erinnere ich mich: dass die Tiere in dieser Zeit sprechen können (oder eigentlich, dass wir sie verstehen). Es gibt viele Sagen, Legenden und Bräuche für diese Tage. Unter anderem, dass man räuchert, um böse Geister, negative Energien usw. vom Haus fernzuhalten. Jede Nacht steht für einen Monat des kommenden Jahres. So ist die Nacht vom 24. auf den 25. symbolisch für den Jänner, die vom 25. auf den 26. für den Februar und so weiter.
Man könnte hier einen Roman darüber schreiben, darum belassen wir es vorläufig hier. Nur eines noch: heute ist die letzte Rauhnacht für diesen Winter 😉

Vom Loslassen
Was mich aber auf die Rauhnächte gebracht hat: man lernt loszulassen. Sie sind ideal um einen Neubeginn zu machen und Altes gehen zu lassen. Sich bewusst Zeit für sich nehmen, hinspüren, was man braucht, was man will, und was man eben nicht mehr braucht.
Ja, das habe ich manchmal bitter nötig. Du bestimmt auch, oder?

Neues zulassen

Als Mama von zwei kleinen Kindern mit Teilzeitbürojob und Yogaklassen ist es nicht immer leicht, bei klarem Verstand zu sein – wörtlich gesprochen 😉 . Ein Termin grenzt an den nächsten, dies will erledigt werden, das geplant, hier sollte man sich blicken lassen und da mal vorbei schauen, usw.
Ich habe mir diese kleine Auszeit täglich – nach all dem Weihnachtstrubel (der größer geworden ist, als ich es anfangs vor hatte) – gegönnt. Habe mich eingelesen, Meditationen gemacht, geräuchert, reflektiert.

Vieles Losgelassen. Wenn auch teilweise widerwillig. Alte Gewohnheiten, Glaubenssätze. Mich geöffnet für Neues. Noch sind die Rauhnächte nicht vorbei, aber ich fühle mich schon sehr viel frischer, erleichtert, erfüllt.

Traditionen und Kinderyoga
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich manche Dinge gerne mit meinen Kindern gemeinsam gemacht hätte. Die alten Bräuche, die fantastischen Geschichten. Sie wären etwas für sie gewesen.

Spontan ist mir eingefallen, dass man doch eine Kerze basteln könnte für diese Nächte. Also haben die Kinder und ich Kerzen gebastelt. Memo an mich, nächstes Jahr das Wachs zum Verzieren weiter weg vom Heizkörper lagern. 😉

Unsere Rauhnachtskerzen

Auch wäre ein schöner Geschichtenabend sicher gut angekommen. Vielleicht nicht unbedingt am 24. Dezember (nachdem das Christkind sie reich beschenkt hat), aber am 25. und den Abenden danach. Mit Kakao und winterlichen Snacks.
Mit alten Geschichten voll Magie und Fantasie. Vielleicht hätte man auch zusammen einige Rituale machen können. Wünsche verbrennen etwa. Ein schöner Brauch!

Traditionen sind für Kinder spannend. Was wäre Ostern ohne die Eiersuche?

Ich habe für mich viel mitgenommen für das Kinderyoga und auch Familienyoga. Viele Ideen für das kommende Jahr. Und jede Menge Bücher für meine Leseliste 🙂 Aber das ist eine andere Geschichte.

Zeit für Neues
Nun ist es also Zeit für etwas Neues. Ich habe viele wunderbare Ideen für das Jahr 2017. Viele Projekte, die ich in Angriff nehmen will. Was du ja bereits weißt, ist der Teenager Yoga Kurs in Bad Vöslau und Guntramsdorf. Der erste Workshop findet schon Ende Februar statt und ich arbeite gerade an den Handouts für die Teilnehmerinnen. Ich freue mich schon sehr darauf.

Außerdem möchte ich die Website ein wenig umgestalten. Es soll einen eigenen Bereich für Mamas geben. Ja, Mamas wie mich. Denn es ist nicht immer einfach, Familie, Job und Zeit für sich unter einen Hut zu bringen. Da möchte ich ein wenig helfen. 🙂

UUUUUUUUUUnd, last but not least wird wieder viel geschrieben. Ich arbeite gerade an einem wunderbaren Projekt, das sich hoffentlich 2017 vollenden lässt. Was das ist, erfährst du, wenn es fertig ist 🙂

Grober Plan 2017 – langweilig wird mir sobald wohl nicht 😉

Ich wünsche dir nochmal ein wunderschönes Neue Jahr! Viel Gesundheit (ganz wichtig), Glück (auch wichtig), Zufriedenheit (ja, sehr wichtig) und Freude (was wären wir ohne Freude?)

Bis bald!

Saprema,
Bettina