Ist Euch schon einmal das Wort Mala begegnet? Ja, in einem meiner Beiträge um seine Batterien aufzuladen vielleicht. Aber sonst?

Mala bedeutet einfach Gebetskette. Sie ist einem Rosenkranz gar nicht so unähnlich; sie wird hauptsächlich für Meditationen genutzt um die Wiederholungen des Mantra zu zählen.

Eine Mala besteht aus 108 Perlen (oder 54 oder 27) plus einer so genannten Guru Perle, welche nicht mitgezählt wird. Hat man eine Runde abgeschlossen, geht man nicht über die Guru Perle, sondern dreht dort wieder um. Gehalten wird sie in der rechten Hand (das ist für mich als Linkshänder besonders schwierig) und die Perlen werden mit Daumen und Mittelfinger weitergeschoben (nicht mit dem Zeigefinger!!!) und zwar immer in Richtung des Körpers.

Wie kommt man auf die Zahl 108? Dazu gibt es mehrere Theorien. Es könnte sich auf die 108 Lehrsätze von Buddha beziehen. Oder sich wie folgt zusammensetzen: 12 Monate des Jahres x 3 (3 steht hier für die 3 Dimensionen in unserem Leben) = 36 x 3 (hier steht die 3 für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) = 108 Oder aber es sind die 108 Energiekanäle, die durch unser Herz fließen.

Malas werden aus verschiedenen Materialien gemacht. Es gibt welche aus Samen, Steinen, Perlen usw. Es gibt recht günstige Malas bis hin zu sehr teuren (abhängig vom Material, das genutzt wird). Man kann sie sogar knüpfen lassen mit Materialien, die dem eigenen derzeitigen Lebensweg entsprechen.

Malas sollten auch von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Damit meine ich nicht Reinigung im herkömmlichem Sinn. Sie sollten etwa in Salz gelegt werden, um negative Energie wieder abzugeben. Von Zeit zu Zeit sollte man sie in die Sonne legen, um ihnen neue Energie zu schenken.

 

Im Kinderyoga kann man Malas auch verwenden. Für das Sommersemester plane ich am Ende einer Stunde eine Mala mit den Kindern zu knüpfen, in Form eines Armbandes. Das können sie dann immer bei sich tragen, um Mut zu spenden oder zu sich selbst zurück zu finden, wenn man wütend ist.

Getestet habe ich das Knüpfen natürlich mit meinen Kindern 😉 War ein riesen Spaß!

Mala knüpfen

Mala knüpfen

Wie verwendet man jetzt also eine Mala?

Eine Mala hält man normalerweise in der rechten Hand und zwar mit Daumen und Mittelfinger (nicht mit dem Zeigefinger). Man sagt in Gedanken ein gewähltes Mantra auf und schiebt dann die Perle mit dem Mittelfinger weiter, bis man zur Guru Perle gelangt. Über diese geht man nicht drüber, sondern dreht dort um und zählt wieder zurück. Generell sollten die Perlen zum Körper gezogen werden, nicht weggeschoben werden. Wer eine lange Mala mit 108 Perlen benutzt, sollte die Kette hoch genug halten, dass sie nicht tiefer als das Becken hängt.

Kinder können einfach eine positive Affirmation verwenden oder tief atmen bei jeder Perle. Auch das bewirkt wahre Wunder, beruhigt fokussiert. Ist allerdings erst für die etwas älteren Kinder geeignet (meine beiden sind jetzt 4 und 2,5, die knüpfen gerne und finden das Armband schön, aber noch klappt das mit dem Beruhigen nicht).

Aber das Knüpfen alleine macht ja auch schon richtig Spaß und irgendwie ist das alleine schon fast wie eine Meditation, wenn die beiden ganz ruhig und konzentriert die Perlen aussuchen und gewissenhaft auffädeln.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es meinen kleinen Yogis im Kurs gefallen wird. 😉 Vielleicht wollt Ihr es ja auch mal versuchen?

Ich wünsche Euch alles Liebe!

Namaste