Gestern war sie also, die letzte Kinderyoga Stunde in diesem Semester. Schön war es, mit meinen kleinen Cowgirls und Cowboys und Indianern ein spannendes Abenteuer zu erleben.

Auch ich habe mich ein wenig schick gemacht für die Wild West Stunde:

Indianer Makeup

Indianer Makeup

Nachdem wir unseren Adlerjungen Futter gesammelt haben und gemeinsam in einem Tipi versucht haben einen Ball ins Ziel zu bringen, ging es auf eine tolle Reise, wo wir jede Menge Tiere getroffen haben. Zum Abschluss durfte jeder eine Kraftierkarte ziehen und mit diesem Tier auf eine kurze Fantasiereise gehen.

Krafttierkarten

Krafttierkarten

Nach der Entspannung gab es dann für jeden ein kleines Andenken:

Medizinbeutel und Feder

Medizinbeutel und Feder

Einen kleinen Medizinbeutel (die ich selbst genäht habe, also bitte die kleinen Fehler und Unebenheiten entschuldigen 😉 ): die Indianer hatten diese tollen Beutel nicht, um Kräuter oder Medizin hinein zu geben, sondern um Seelenmedizin sicher zu verwahren. Darin kann man Federn von seinem Lieblingsvogel aufbewahren oder schön glitzernde Steine, kleine Püppchen oder Blumen, und und und.
Vielleicht geben meine kleinen Mini Yogis etwas hinein, das ihnen wichtig ist, und Trost und Mut spendet, wenn sie es brauchen.

Wenn wir schon beim Thema Mut sind: es hat anfangs viel Mut erfordert, Yoga zu unterrichten. Ich habe ja selbst zwei Superyogis daheim, aber andere Kinder unterrichten ist dann doch etwas anderes.
Außerdem hatte ich große Erwartungen (ich weiß nicht warum), aber es war dann doch ein ziemlicher Rückschlag für mich, dass ich nicht wie geplant eine Mini und eine Midi Gruppe habe, sondern bei einer Mini Gruppe bleibe. Die – durch Erkältungen und Co. – das ein oder andere Mal sogar zu Einzelstunden wurden.
Ich fragte mich, was ich falsch mache. Ob es die Zeit ist. Oder der Ort. Oder noch schlimmer: ich… Diese kleine fiese Stimme in mir, mein innerer Kritiker, wollte einfach nicht verstummen.
Bis zu jenem Tag, als ich einer lieben Bekannten erzählte, dass ich „nur“ 4 Kinder habe und immer wieder mit einem alleine Stunde mache, ihre Reaktion war:

wow, Du hast 4 Kinder, das ist doch traumhaft!

Mir wurde klar, dass eben nicht jeder von Yoga gehört hat – Hype hin oder her – und dass Kinderyoga noch viel mehr in den Kinderschuhen steckt – selbst wenn es im anglo-amerikanischen Raum bereits stark vertreten ist, bei uns kennt es doch noch fast keiner. Von dem her gesehen war ein Kurs mit 4 Kindern ein riesen Erfolg. Es war meine innere Einstellung, meine viel zu hoch gesteckte Erwartung, die mich das nicht sehen ließ.
Als mir dann auch noch einige Eltern erzählen, wie sehr die Kinder von der Stunde schwärmten, wie toll sie selbst die Stunden fanden… Da fasste ich neuen Mut. Woran lässt sich Erfolg denn wirklich messen? Ich hatte ein unglaublich positives Gefühl, wenn ich mit den Mini Yogis auf Reise ging.
Nach und nach fanden sich dann noch weitere Mini Yogis ein, die neuen Schwung in die Gruppe brachten. Dann dauert es eben, bis mich die kleinen Yogis finden. Aber irgendwann werden sie mich finden.

Von dem her habe ich nur Positives über mein erstes Semester zu erzählen. Es war voll von vielen schönen Erfahrungen, vielen großartigen Ideen, lustigen Einzelstunden – die ich auch sehr genossen habe;
Ich freue mich schon sehr auf das nächste Semester und noch viele neue tolle Stunden. Auf einen Besuch am Strand, einer Schatzsuche mit Piraten, eine Reise in den Dschungel, eine Prinzessinnen Stunde, eine Osterhasen Stunde, und viele mehr.

Ich wünsche allen eine wunderbare Zeit und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.

Namaste!