Der Frühling ist da!

Ich liebe den Frühling. Es grünt alles, die Blumen blühen so wunderbar farbenfroh, die Bienen summen… Ich bin so glücklich, dass wir einen Garten haben der grünt und blüht. Und einen kleinen Igel beheimatet, den meine Kinder liebevoll umhegen. 😉 Er ist sehr schüchtern, aber das stört die Kinder nicht. Sie bleiben in angemessenem Abstand stehen und beobachten ihn, ganz leise und vorsichtig. Ein lustiger kleiner Geselle, der Herr (oder die Frau???) Igel. Ganz neugierig streckt er seine Nase in die Luft auf der Suche nach Futter und läuft doch erstaunlich schnell durch den Garten.

Unser Igel

Unser Igel

Inspiriert von dem wunderbaren Frühling und dem (ab und an) herrlichen Wetter, habe ich eine Kinderyoga Stunde mit dem Titel „Auf der Blumenwiese“ mit meinen kleinen Yogis gemacht. Es war eine lustige Stunde, wo wir uns wie Würmer bewegt haben, wie Marienkäfer auf einem Blatt gehockt sind und zum Schmetterling und zur Blume wurden. Beim nächsten Mal baue ich unseren kleinen Igel noch ein, darum ist er jetzt schon im Stundenbild drinnen. Aber seht selbst:

Das Stundenbild

Aufwärmspiel: Am Anfang der Stunde (nach dem Begrüßen) gibt es immer ein Auswärtsspiel. Diesmal habe ich die Kinder zur Musik tanzen lassen und wenn die Musik aus war, durfte jedes eine Karte ziehen, auf der eine Yogaposition abgebildet war. Dann haben wir sie alle gemacht, bevor weitergetanzt und gelaufen wurde. Ein schöner Spaß.

Sonnengruß: Danach geht es zum Sonnengruß. Wir machen einen sehr kindlichen, wo wir schnarchen und ein Kind uns aufwecken darf mit der Klangschale. Wir haben wie ein Schmetterling, ein Pferd, ein Einhorn und ein Elefant geschnarcht. 😉 Ich mag dieses Spiel mit den Kindern.

Die Geschichte: Ich erzähle ja immer gerne eine Geschichte, erkläre dann die Asanas. Hier ist die (abgewandelte) Geschichte zu unserer Blumenstunde.

Weißt Du, wie eine Blume aussieht, bevor sie erblüht?Sie ist ein kleiner Samen (Kindposition) und schlummert den ganzen Winter über in der Erde. Was braucht ein Samen um zu erblühen? Sonnenlicht (hier habe ich meine Hände zusammengerieben und die warmen Hände auf die Rücken der Kinder gelegt) und was noch? Wasser (Fingerspitzen tropfen über Rücken)

Wenn die Sonne langsam kräftiger wird und der Frühling kommt, dann beginnt dieser kleine Samen sich langsam zu bewegen (hin und her schaukeln).

Dann geht er langsam auf und beginnt, sich neugierig umzusehen (langsam nach oben wachsen und dann aufrecht auf Knien sitzen) und den anderen Samen zuzulächeln.

Erst nachdem sich der kleine Samen sicher fühlt, beginnt er, seine Blütenblätter zu öffnen (alle haben zwei Tücher bekommen und die Arme geöffnet nach oben gestreckt). Aber der kleine Samen mag es nur, wenn die Sonne scheint, also hat er die Blütenblätter nur geöffnet, wenn die Sonne scheint. Dann atmet er tief ein und streckt sich lang. Und wenn die Sonne untergeht, dann atmet er aus und senkt seine Blütenblätter (Wild Child). Einatmend öffnet die Blüte ihre Blätter, ausatmend schließt sie sie und ruht sich aus. 2-3x

Nun ist der Samen eine wunderschöne Blume. Diese Blume wird von vielen anderen Lebewesen besucht. Der Schmetterling (Tanz zu Musik mit den Tüchern als Flügel) zum Beispiel. Er fliegt jeden Tag an der wunderschönen Blume vorbei und riecht an ihr. Er mag die Blume besonders gerne. Welche Farbe hat die Blume denn? Und der Schmetterling?

Aber auch der Regenwurm (auf Bauch legen, Arme nach vor Strecken, Hände falten und Oberkörper heben und schlängeln) besucht die Blume gerne. Er schlängelt sich vorsichtig um ihre Wurzeln und gräbt Kleine Tunnel, damit die Blume auch ausreichend Wasser bekommt. Die Blume findet das wunderbar, dass sie so viele Besucher hat.

Eines Tages kommt ein Grashüpfer vorbei (Grashüpfer am Bauch, dabei einmal ein Bein mit gegenüberliegender Hand fassen). Er spielt so eine wunderschöne Musik, dass die Blume am liebsten dazu tanzen möchte (Musik habe ich mit einer Kalimba gemacht. Jedes Kind durfte darauf spielen, während die anderen eine Position gemacht haben, die wir davor geübt haben)

Und eines Tages kommt auch ein kleiner Käfer (Squat) vorbei. Er ist rot und hat Schwarze Punkte. Weißt Du, was für ein Käfer das ist? Genau, ein Marienkäfer. Er versucht auch zur Musik des Grashüpfers zu tanzen. Aber, oje, er fällt um und landet auf dem Rücken (Auf Rücken legen und mit den Füßen zappeln). Er zappelt ganz schnell. So schnell, dass ich seine Arme und Beine nicht berühren kann, wenn ich versuche, sie zu fangen. Der Schmetterling hilft ihm auf.

Ein kleiner Igel läuft durch die Blumenwiese (4-Fuß und Arme und Beine abwechselnd strecken). Er riecht an der Blume, muss dann niesen und landet auch auf dem Rücken. Da macht er sich zu einem kleinen Ball und rollt hin und her und vor und zurück, bis er wieder auf seinen Beinen landet.

Schließlich kommt eine Biene (Finger vor Augen) vorbei. Sie sammelt den Honig von der Blume. Und fliegt dann davon zu ihrem Bienenstock. (Hier Bienenatmung anleiten)

Als die Biene weg ist, kommt der Schmetterling wieder und setzt sich hin (Schmetterling im Sitzen – Füße zusammen, Knie sind unsere Flügelspitzen). Langsam legen wir uns mit Schmetterlingsbeinen auf den Rücken, atmen tief ein, wer mag kann seine Augen kurz schließen. Träum ein wenig von der Blume und dem Schmetterling.

Zum Abschluss haben wir ein Bild gemalt. Das war recht lustig, mit den Materialien werde ich das aber so nicht mehr machen, der Kleber ist nicht rechtzeitig trocken geworden. Die Mini Staffeleien habe ich bei Sewa recht günstig gefunden. Gemalt wurde mit Ölkreiden, allerdings haben wir die Knöpfe geklebt und mit Glitzerkleber verziert. Das war dann wohl etwas schwierig zu transportieren. Im Titelbild und hier seht ihr die Bilder meiner Kinder (die von den kleinen Yogis habe ich leider vergessen zu fotografieren. Waren aber wunderschöne Bilder!)

Blumen auf der Blumenwiese

Blumen auf der Blumenwiese

Was gefällt Euch am Frühling am Besten? Geht Ihr auch gerne auf die Blumenwiese?

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende!

Bis bald und Namaste