Langsam ging der Sommer also zu Ende. Die Tage wurden kürzer (und extrem kalt!!!), die Sonne zeigt sich weniger freundlich.
Nicht, dass mir der Herbst nicht gefällt. Ich liebe den Herbst. Ehrlich gesagt ist es meine liebste Jahreszeit. Ich fand den Geruch immer schön. Im Wald riecht es jetzt ganz einzigartig. Die Blätter färben sich herrlich bunt und säumen die malerischen Wege. Überall findet man Kastanien, Nüsse, Eicheln und andere Früchte, mit denen man wunderbar basteln kann. Die Natur zeigt sich von einer ihrer schönsten Seite.
Morgens ist die Stimmung so anders als sonst, so ganz besonders. Wenn der Bodennebel die Welt ein wenig in Stille hüllt und die Zeit fast stillzustehen scheint.
Ja, ich mag den Herbst 🙂

Was der Herbst uns lehrt

Der Herbst ist also eine großartige Jahreszeit. Wie die Natur das so an sich hat, kann man viel von ihr lernen. Der Herbst lehrt uns zwei Dinge: Loszulassen und sich um sich selbst zu kümmern.

Denn würden die Bäume nicht ihre Blätter und Früchte loslassen, sich sozusagen um sich selbst kümmern, dann könnten sie den Winter nicht überstehen.

Gerade das um sich selbst kümmern, Selbstliebe usw. kommt in den letzten Wochen sehr oft in mein Blickfeld. Egal ob in Magazinen oder sozialen Medien, überall werden mir Artikel, Listen usw. vorgeschlagen, um mich mehr um mich zu kümmern.
Generell eine gute Sache, denn gerade als Mama mit Job vergisst man gerne, dass man auf sich aufpassen sollte. Denn nur wenn es mir gut geht, kann ich mich um die anderen kümmern.
Ist dir schon einmal aufgefallen, wie leicht gereizt du bist, wenn du zu wenig geschlafen hast? Oder Kopfweh hast? Oder krank bist? Genau. Es geht dir nicht gut. Wie sollst du dann für andere da sein?
Darum geht es heute um meine persönlichen „Rituale“, damit es mir gut geht. Nächste Woche erzähle ich dann ein wenig vom Loslassen. 🙂

Kleine Rituale

Ich habe es bestimmt schon erwähnt: der Mensch ist ein Gewohnheitstier 🙂 Wir mögen unsere Rituale, selbst wenn wir nicht einmal wahrnehmen, dass wir sie haben. Aber glaub mir, sie sind da. Vielleicht ist es nur der Kaffee am Morgen oder der Spaziergang ins Büro. Vielleicht ist es ein Abschiedskuss oder eine spezielle Gute-Nacht Geschichte.
Es gibt sie also, die kleinen Rituale im Alltag. Oft fühlen wir uns unrund, wenn wir sie nicht machen und wissen dann gar nicht, warum. Ich habe zumindest immer das Gefühl, es fehlt etwas, wenn ich eine Kleinigkeit vergesse oder nicht machen kann.

Diese Rituale können aber noch mehr. Sie spenden uns Kraft, führen uns zu unserer Mitte zurück. Dann kann selbst der stressigste Tag uns weniger anhaben. Hier sind die Dinge, die ich morgens, unter tags und abends mache, um Kraft zu tanken und mich für den Alltag zu wappnen. Wie gesagt, es sind Dinge, die mir gut tun. Aber vielleicht dienen sie Dir ja als Inspiration!

Morgens
Noch im Bett setze ich mir eine Intention für den Tag. Meist nehme ich mir vor, allen Lebewesen freundlich zu begegnen und ihnen nicht zu schaden. Außerdem nehme ich mir vor, den Tag zu nutzen um meine Ziele zu erreichen und darauf zu vertrauen, dass alles, was heute geschieht, zu meinem eigenen Wohl geschieht.
Dann gibt es etwas Yoga, eine Meditation oder eine Laufrunde um den Tag zu beginnen. Momentan zünde ich sehr gerne Räucherwerk an, bevor ich beginne. Irgendwie gehört das jetzt für mich dazu.
Bevor ich etwas anderes zu mir nehme, mache ich mir ein Häferl heißes Wasser mit einer dicken Scheibe Zitrone und Ingwer. Es regt die Verdauung an und außerdem fördert es die Abwehrkräfte. Es tut mir einfach gut und ich fühle mich ohne schon nicht mehr richtig rund.

Ingwer-Zitronen Wasser

Ingwer-Zitronen Wasser

Nachdem alle mit Frühstück und Jause für den Tag versorgt sind, gibt es eine warme Dusche, danach wird der Körper eingecremt.
Meist mache ich danach eine Nasenspülung, denn ich habe das Gefühl, dass damit auch der letzte Rest der Nacht aus meinem Körper geschwemmt wird.

Nasenkännchen

Nasenkännchen

Unter tags
Immer wieder halte ich inne und atme ein paar Mal sehr bewusst ein und aus. Das fördert meine Konzentration und hilft mir mich wieder mit mir zu verbinden.
Tee gehört für mich einfach zum Tag dazu. Wenn gar nichts mehr geht, mache ich mir eine heiße Tasse Tee, sauge das Aroma ein und beobachte den Dampf. Es ist wie eine kleine Auszeit für mich.
Gesunde Snacks: das mag jetzt seltsam klingen, aber mir ist aufgefallen, wenn ich mir ungesundes, Süßes Zeug einwerfe, werde ich kurzfristig leistungsfähig um dann endgültig abzustürzen. Stattdessen knabbere ich zwischendurch jetzt Nüsse oder Kokosnusschips. Danach fühle ich mich wohl und bin wieder munter.
Ab nach draußen! Es gibt nichts besseres als einen Spaziergang im Freien um den Kopf auszulüften und abzuschalten. Nutze jede Gelegenheit um ein wenig Zeit in der Natur zu verbringen.

Abends
Gibt es etwas Schlimmeres als abends gestresst ins Bett zu fallen und dann trotz Müdigkeit nicht einschlafen zu können? Oft ist das letzte, was wir vor dem Einschlafen machen, fernzusehen oder auf Facebook Nachrichten zu lesen. Sinnvoller wäre es, etwas beruhigendes zu machen.
Etwa ein Buch lesen. Damit meine ich ein altmodisches Buch, keinen Kindle 🙂
Lavendelduft fördert die Entspannung. Ich habe deswegen einige getrocknete Lavendelblüten in der Nähe meines Kopfkissens liegen.
Tee: mein abendlicher Tee hilft mir dabei, zur Ruhe zu kommen. Es gibt ganz wunderbare Mischungen für den Abend. Ich freue mich immer sehr auf meine abendliche Tasse Tee.
Momentan schalte ich mir zum Schlafen eine Meditation ein, die mir beim Einschlafen hilft. Es wirkt bei mir wirklich sehr gut, selbst wenn meine „Monkey Mind“ wieder unruhig ist, schlafe ich innerhalb weniger Minuten ein. Meine liebste Meditation (sogar auf Deutsch) findest Du hier.

Vielleicht hast Du ja noch ein paar Tipps und Anregungen, wie Du Deinen Alltag angenehmer gestaltest.
Ansonsten hoffe ich, dass Dir meine Anregungen gefallen und Dir vielleicht helfen, den Tag etwas zu endschleunigen.

Ich wünsche Dir einen wundervollen Herbst.

Saprema,
Bettina