Neulich bin ich über einen tollen Blog aus Österreich gestolpert. Ein Kinderyoga Blog, der wunderbar geschrieben ist. Da habe ich einen wunderschönen Beitrag gefunden, in dem ein Paradiesvogel die Kinderyogalehrerin interviewt hat. Ihr findet die Geschichte hier (wirklich lesenswert!)

Weil mir das so gut gefallen hat, dachte ich, mein wunderbarer, knuddeliger Assistent Shiva darf mich auch einmal interviewen. Ein Gespräch mit Frosch sozusagen. Viel Freude damit!

Shiva bereitet sich vor

Shiva bereitet sich vor

Shiva: Hallo, stellst Du Dich bitte einmal kurz vor?

Bettina: ja, gerne. Ich heiße Bettina, bin Mama von zwei Kindern und Yoga und Kinderyogalehrerin. Außerdem schreibe ich sehr gerne Geschichten. Ich habe auch noch einen anderen Job, in der ich viel mit Zahlen arbeite, was zwar sehr seltsam klingt, aber mir (meistens) viel Spaß macht.

Shiva: Da hast Du aber viele Jobs.

Bettina: Ja, das stimmt schon, aber sie machen mir viel Freude. Gerade Mama sein und Kinderyoga sind wirklich wunderbare „Jobs“.

Shiva: Erzähl mal, wie bist Du zum Kinderyoga gekommen und was gefällt Dir so daran?

Bettina: Naja, ich mache schon sehr lange selbst Yoga. Ich habe damals angefangen, weil ich während des Studiums einfach nicht zur Ruhe gekommen bin. Danach hat mich Yoga mal mehr, mal weniger intensiv begleitet. Als ich schwanger war, wollte ich Yoga machen um mit meinem Baby in Kontakt zu kommen. Es hat sich wunderschön angefühlt. Auch Mama Baby Yoga war einfach toll, wenn man die Kleinen neben sich hat oder beim Hund unter sich liegen hat und dem Näschen Küsschen geben kann. Als meine Kinder dann älter waren, wollten sie immer mit mir mitmachen, wenn ich Yoga daheim gemacht habe. Da habe ich mir gedacht, es muss doch auch Übungen für Kinder geben. Tatsächlich habe ich kurz darauf eine Broschüre gefunden, in der eine Ausbildung zur Kinderyogalehrerin angeboten wurde. Die Ausbildung dort gefiel mir nicht, aber nach kurzer Suche fand ich dann meine wunderbare Ausbildung bei „littleyogi„. Es war eine tolle Erfahrung und ich bin dafür unsagbar dankbar.
Am Kinderyoga gefällt mir besonders, dass es so kreativ ist. Mit den Kindern ist die selbe Stundenplanung nie die selbe Stunde 🙂 Das hat etwas so Verspieltes, so kreatives. Mir hat das so lange in meinem Leben gefehlt. Jetzt kann ich kreativ, verspielt und fröhlich sein, lachen, tanzen, singen. Und die Kinder machen mit und zeigen mir auf so wunderbare Weise, was mein erwachsenes Ich oft vergisst: wie schön doch der jetzige Moment ist.

Shiva: Das klingt wirklich schön.

Bettina: Ist es auch.

Shiva: Aber sag, Du hast Dir ja einen Assistenten – nämlich mich – sehr früh ins Boot geholt. Warum hast Du Dir da einen Frosch ausgesucht? Ich habe jetzt von vielen Kindern über Yoga gehört: ich will mich wie ein Äffchen verbiegen. Warum hast Du nicht einen Affen genommen?

Bettina: Nun, ein Frosch war in vieler Hinsicht besser als ein Affe. Zum einen bist Du viel ruhiger als ein Äffchen.

Shiva: Danke

Bettina: Und zum anderen ist ein Frosch ein sehr faszinierendes Wesen. Es schlüpft im Wasser aus einem Ei und sieht dann aus wie ein kleines Fischchen. Der Frosch kann dann nur im Wasser atmen und an Land nicht überleben. Aber nach einiger Zeit entwickelt er sich, wird zum Landtier und kann fortan zwar im Wasser schwimmen, aber nicht mehr atmen. Dieser Wandel ist auch beim Yoga und Kinderyoga sehr wichtig. Wir wandeln uns von gestressten, unachtsamen Geschöpfen zu achtsamen Wesen, die ihre eigene Kraft finden.
Außerdem bist Du so schön grün, was eine wunderbare Farbe ist. Und ehrlich, Shiva, was ich so gesehen habe, kannst Du Dich viel besser verbiegen als so mancher Affe.

Kleine Neckereien beleben die Freundschaft

Kleine Neckereien beleben die Freundschaft

Shiva: Oh, das hast Du schön gesagt, ich übe ja auch fleißig.

Bettina: Das weiß ich. Und die Froschkönig Stunde mit Dir ist eine meiner liebsten Kinderyoga Stunden. Also bist Du mein idealer Partner. Keiner erklärt die Regeln für unsere gemeinsame Kinderyoga Stunde so schön wie Du. Die Kinder hören Dir immer ganz aufmerksam zu.

Shiva (wird ganz rot, räuspert sich): Na gut, dann wollen wir mal zum Abschluss kommen. Wenn Du Dir für den Kinderyoga Unterricht etwas wünschen könntest, was wäre das?

Bettina: Lass mich überlegen. Ich denke, ich würde mir wünschen, dass die Kinder zu mir kommen, denen ich entspreche und die mir entsprechen. Nicht jedes Kind mag meinen Unterricht und das ist auch vollkommen in Ordnung. Aber ich wünsche mir, dass noch einige Kinder kommen, die gerne mit mir Yoga machen, in dem wir spielen, lachen, singen, tanzen, basteln und dabei langsam zur Ruhe und zu uns finden.

Shiva: Danke für das Interview.

Bettina: Ich danke Dir. 🙂